Grenzwerte für Barium in Spielsachen verschärft

Die Kommission hat durch Verordnung (EU) Nr. 681/2013 die Grenzwerte für Barium in der Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG verschärft.

Der Grenzwert für Barium in trockenen, brüchigen, staubförmigen oder geschmeidigen Spielzeugmaterialien wurde von 4 500 mg/kg auf 1 500 mg/kg; in flüssigen oder haftenden Spielzeugmaterialien von 1 125 mg/kg auf 375 mg/kg und in abgeschabten Spielzeugmaterialien von 56 000 mg/kg auf 18 750 mg/kg gesenkt.

Die ursprünglichen Werte stammten aus dem Jahr 2008 und waren einer Empfehlung des niederländischen nationalen Instituts für öffentliche Gesundheit und Umwelt (RIVM) entnommen. Die Grenzwerte standen bereits damals in Widerspruch zu Empfehlungen der US Agency for Toxic Substances und Disease Registry. Die Kommission hat deshalb beim wissenschaftlichen Ausschuss „Gesundheits- und Umweltrisiken“ (SCHER) eine zusätzliche Evaluierung der Grenzwerte in Auftrag gegeben. In seiner Stellungnahme hat der SCHER die vorliegenden Humandaten für ungeeignet gehalten und sich stattdessen auf qualitativ hochwertige Tierstudien gestützt. Hieraus hat er eine duldbare tägliche Aufnahmemenge von Barium von maximal 0,2 mg/kg Körpergewicht abgeleitet.

Verordnung (EU) Nr. 681/2013 der Kommission vom 17. Juli 2013 zur Änderung von Teil III des Anhangs II der Richtlinie 2009/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Sicherheit von Spielzeug, ABl. EU 2013 L 195, 16.